Prinz-Philippe-Fonds

Aufgabe und Ziel

Der 1998 auf Initiative S.K.H. Prinz Philippe innerhalb der König-Baudouin-Stiftung gegründete Prinz-Philippe-Fonds soll zur Aufrechterhaltung eines ständigen Dialogs zwischen den verschiedenen Gemeinschaften unseres Landes beitragen.

Er zielt darauf ab, Austauschaktivitäten, Begegnungen und einen Dialog zwischen Bürgergruppen der drei Gemeinschaften zu gestatten, um über die Sprachgrenzen hinaus eine größere gegenseitige Anerkennung im Respekt der Besonderheiten und der Kultur jedes Einzelnen zu stimulieren.

Derzeit bestehen drei Projekte innerhalb des Fonds: Trèfle (Kleeblatt), Trialogue (Trialog) und Trois+ (Drei+).

Bald wird der Fonds ein viertes Projekt im Bereich der Medien einleiten.

Kleeblatt (Intergemeinschaftlicher Austausch im Grund- und Sekundarschulwesen)

Das Kleeblatt-Programm unterstützt Projekte, in deren Rahmen eine Klasse einer Gemeinschaft während mehrerer Tage eine Klasse einer oder der beiden anderen Gemeinschaften empfängt.

Auf diese Weise entdecken die Schüler das kulturelle Umfeld und die Situation der einen und der anderen, bei gleichzeitiger Achtung der Identität jedes Einzelnen, auf dem Wege pädagogischer, kultureller, sportlicher oder familiärer Aktivitäten.

Trialog (Intergemeinschaftlicher Austausch zwischen Studenten des nichtuniversitären Hochschulwesens)

Das Trialog-Programm des Prinz-Philippe-Fonds leistet finanzielle Hilfe für den Austausch zwischen Studenten des nichtuniversitären Hochschulwesens der drei Gemeinschaften.

Indem sich die Studenten eine gewisse Zeit an einer Hochschule eines anderen Teils des Landes aufhalten und dort studieren, lernen sie ihre gegenseitige Herkunft besser kennen und achten.

Sie entdecken eine Kultur, die ihnen vertraut und zugleich fremd ist, vervollkommnen ihre Kenntnisse einer anderen Landessprache und stellen dauerhafte Kontakte auf der anderen Seite der Sprachgrenze her.

Auf diese Weise eröffnet Trialog neue Perspektiven für ein besseres Verständnis zwischen den Einwohnern der drei Gemeinschaften.

Drei + (Intergemeinschaftlicher Austausch im nichtkommerziellen Sektor)

Das Programm Drei+ ermutigt den Austausch, die Begegnung sowie den Dialog zwischen Bürgergruppen der verschiedenen Gemeinschaften.

Die unterschiedlichsten intergemeinschaftlichen Projekte, wie Studientage, Kolloquien und Seminare, Besuche vor Ort, Austauschprogramme und gemeinsame Aktivitäten erhalten finanzielle Unterstützung.

So wird die Verbreitung kreativer Ideen, eigenständiger Vorhaben und neuer Aktionsinstrumente in den drei Gemeinschaften erleichtert: Die Reflexionsarbeit und die innovativen Praktiken lassen sich besser bewerten und über die Sprachgrenzen hinaus anerkennen.

Das Programm richtet sich an öffentliche und private nichtkommerzielle Vereinigungen und Institutionen (mit Ausnahme der Schulen): unter anderem an lokale Behörden und Provinzbehörden, soziokulturelle Vereinigungen, Umweltschutzorganisationen, Stadtviertelkomitees, Jugendbewegungen, Aktionsgruppen, freiwillige Organisationen, Einwanderervereinigungen, kulturelle Vereinigungen, Sportclubs und Vereinigungen im sozialen Sektor.

Austausch von Journalisten

Seit 2001 organisiert der Fonds auch einen Austausch von Journalisten aus den drei Gemeinschaften.

So können Journalisten, sei es von der Presse oder von Rundfunk und Fernsehen, für eine bestimmte Zeit in einer Redaktion in einer anderen Gemeinschaft arbeiten.

Auf Wunsch können sie zuvor auch einen Sprachkurs absolvieren.
Ab 2002 wird dieses Programm, in Zusammenarbeit mit den Gemeinschaften, um einen zweiten Teil ergänzt.

Dieses Programm wird belgischen Journalisten die Möglichkeit bieten, an einem Austausch mit Kollegen aus den Niederlanden teilzunehmen.

Kontakt:

Prinz-Philippe-Fonds
c/o Fondation Roi Baudouin
rue Bréderode 21
1000 Brüssel
Tel.: +32 (0)2-549.61.91
Fax: +32 (0)2-512.31.18
info@fonds-prince-philippe.org
www.prinz-philippe-fonds.org